Wer das Bett nässt, muss sich nicht schämen

Bettnässen gehört zu den häufigsten Erkrankungen von Kindern. Um die Krankheit adäquat zu behandeln, sollte ein Arzt konsultiert werden. Zusätzlich kann der Beizug von Psychologen oder apparativen Hilfsmitteln nützlich sein.
In der Schweiz sind ungefähr 70000 Kinder Bettnässer, doch nur die wenigsten Familien unternehmen etwas dagegen. So erklärt Dr. med. Stephan König, langjähriger Präsident der Schweizerischen IG Bettnässen: «Von fünf bettnässenden Kindern erhält nur eines eine adäquate Behandlung. Dabei ist Bettnässen nach den Allergien die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter». Schamgefühle, Unsicherheit und ein Mangel an Aufklärung sind die Hauptursachen für die Tatenlosigkeit der meisten Eltern. Das Ziel der Interessengemeinschaft Bettnässen ist es deshalb, die betroffenen Familien zu vernetzen und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Mit dem Kind zusammen aktiv nach einer Lösung suchen
Um die Krankheit adäquat zu behandeln, müssen die Ursachen vom Arzt abgeklärt werden. Auch eine psychologische Unterstützung kann hilfreich sein. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass die Eltern aktiv an das Problem herangehen. Die Eltern können viel zur Lösung beitragen, indem sie normal mit der Situation umgehen und Optimismus zeigen. Das Vertrauen der Eltern fördert das Selbstvertrauen des Kindes. Sie sollten die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten mit dem Kind besprechen. So wird es aktiv einbezogen und motiviert.

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