Das tut dem Fuss gut

Gesunde, starke Füsse tragen uns ein Leben lang und leisten dabei Schwerarbeit. Es ist also wichtig, dass wir sie pflegen und zwar schon von klein auf.
Gesunde, starke Füsse tragen uns ein Leben lang
Während wir im Sommer oft barfuss oder in luftigen Sandalen herumlaufen, tragen wir im Herbst und Winter manchmal stundenlang geschlossene Schuhe. Das wirkt sich auf das Wohlbefinden unserer Füsse aus. Druckstellen, Blasen und vor allem Fussschweiss tritt vermehrt auf und zwar nicht nur bei Erwachsenen. Schon junge Kinder können davon betroffen sein.

Modische Turnschuhe
Der Trend in der Schuhmode ging in den letzten Jahren eindeutig in Richtung Turnschuhe. Es gibt sie in allen Materialien und Farbkombinationen und inzwischen werden sie schon längst nicht mehr nur zum Sport getragen, sondern sind sogar büro- und ausgangtauglich geworden. Auch bei Kindern sind die coolen Tretern angesagt und es gibt nicht wenige Jungs und Mädchen, die sich schlicht weigern, etwas anderes als Turnschuhe zu tragen. Vor allem Jungs finden oft Halbschuhe und vor allem Sandalen extrem bieder. Die Schuhhersteller reagieren darauf und bieten für Kinder viel mehr verschieden Turnschuh-Modelle an als noch vor zehn Jahren.

Abwechslung ist wichtig
Aber ist es denn gesund, immerzu in Turnschuhen herumzulaufen, fragen sich manche Eltern? Ideal ist es nicht, meinen Fachleute wie der österreichische Kinderfuss-Experte Wieland Kinz. Abwechslung ist besser für den Fuss. Also heute mal einen Turnschuh tragen, morgen einen atmungsaktiven Lederschuh. Ungünstig ist es, ein Kind zwei Monate lang ununterbrochen in den gleichen Schuhe herumlaufen zu lassen, egal ob Halb- oder Turnschuh. Es sollte zwischen verschiedenen Schuhe alterniert werden, damit diese Zeit haben, richtig auszulüften und zu trocknen, falls sie feucht geworden sind und sich der Fuss nicht an die Form und das Fussbett eines bestimmten Schuhes gewöhnen kann.

Schweissfüsse ade
Schweiss ist an sich eine gute Sache, er sorgt dafür, dass sich die erhitzte Körperstelle wieder abkühlen kann. Unangenehm wird der Schweiss erst durch die bakterielle Zersetzung: Jetzt beginnt er zu riechen. Dieser üble Geruch tritt nur in einem feuchtwarmen Klima auf. Deshalb sind Gummistiefel, geschlossene Schuhe aus synthetischen Materialien und eben Turnschuhe richtige Geruchsherde. Der Fuss kann nicht atmen, er erhitzt sich, beginnt zu schwitzen und der Schweiss kann nicht weitergeleitet werden. Dagegen kann man allerdingst etwas tun:
  • Achten Sie darauf, aus welchen Materialien der Schuh gemacht worden ist: Handelt es sich dabei um ein sogenannt atmungsaktives Material wie durchlässiges Leder oder Goretex, das den Schweiss nach draussen abtransportiert, so dass er sich nicht im Schuh festsetzen kann? Fragen Sie im Laden genau nach.
  • Für Turnschuhfans gilt: Im Verlauf des Tages immer wieder darauf achten, ob die Socken noch schön trocken sind. Sind sie feucht, sollte man sie auswechseln, damit die Füsse nicht den ganzen Tag über im eigenen Saft liegen müssen.
  • Wer sehr unter starker Schweissbildung leidet, sollte Fusspuder verwenden, wie er in Drogerien, Apotheken und beim Grossverteiler zu finden ist. Der Puder sorgt nicht nur für einen guten Geruch, er saugt auch den Schweiss auf und schützt die Füsse zusätzlich vor Reibstellen, die vor allem bei sportlicher Betätigung auftreten können.
  • In den warmen Jahreszeiten sollte man so oft wie möglich barfuss oder in offenen Schuhen herumlaufen. Das ist richtiges Krafttraining für die Füsse und die Füsse schwitzen dabei nicht so stark Wer nicht gerne Sandalen trägt, kann auf die angesagten Flip-Flops umsteigen. Allerdings sollten Kinder und Erwachsene nicht zu lange in diesen Schuhen laufen, da sie dem Fuss keinerlei Halt bieten. Schräg abgelaufene Flip-Flops sollten sofort beseitigt werden.
Achtung: Jucken die Füsse über längere Zeit, vor allem zwischen den Zehen, dann hat sich eventuell Fusspilz eingenistet. Lassen Sie sich in der Apotheke, bei einer Podologin oder beim Hautarzt beraten.

Quelle/Text: Isabella Müller


Verwandte Artikel