Homöopathie - sanfte Alternative

Schon Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Homöopathische Prinzip von Samuel Hahnemann entdeckt. Allerdings wissen auch heute, gut 200 Jahre später, nur wenige, was eigentlich genau hinter der homöopathischen Lehre steckt.
Medizin gewonnen aus der Natur
Quelle Bild: Doreen Salcher
Und das, obwohl immer mehr Menschen von dieser sanften Heilmethode überzeugt sind. Im medizinischen Bereich findet ein Umdenken statt. Der Ruf nach mehr Eigenverantwortung wird lauter und ein gewisses Unbehagen gegenüber den Behandlungen von Gesundheitsstörungen mittels chemischer Medikamente hat das Interesse für natürlichere und sanftere Heilmethoden wie z.B. der Homöopathie geweckt. Was aber steckt eigentlich hinter dem Begriff Homöopathie? Die Essenz dieses alten Heilverfahrens liegt in der Erkenntnis, dass eine Krankheit als Ausdruck einer gestörten, erschöpften Lebenskraft zu verstehen ist und nicht nur als eine Summe aller Symptome angesehen werden darf. Die klassische Homöopathie hat zum Ziel, die körpereigenen Abwehrkräfte mittels dynamisierten Arzneimitteln zu stimulieren und somit zur Selbstheilung anzuregen.

Was versteht man unter Potenzierung?
Die in der homöopathischen Praxis verwendeten Heilmittel werden aus mineralischen, pflanzlichen, tierischen und anderen biologischen Stoffen hergestellt. Die Ursubstanz wird mittels einer alkoholischen Lösung oder Milchzucker stufenweise verdünnt, verschüttelt und/oder verrieben. Dieser viele Stunden dauernde Prozess nennt sich Potenzierung oder Dynamisierung. Dabei werden die in den Arzneien liegenden energetischen Informationen freigesetzt.

Die Homöopathie macht sich das Naturgesetz der Ähnlichkeit zunutze, das Prinzip, dass alles, was schaden kann, auch heilt. Zur Behandlung erhält der Patient kleinste und damit ungefährliche Dosen eines Mittels, welches in hoher Dosierung genau die Krankheitssymptome hervorruft, derentwegen der Patient Hilfe sucht. Dazu ein einfaches Beispiel: Wer kennt nicht den zittrigen Erregungszustand mit Herzklopfen, erhöhtem Gedankenfluss und Schlaflosigkeit nach zuviel Kaffeegenuss? In einem ähnlich aufgeregten Zustand können sich unsere Kinder am Vorabend ihrer Geburtstagsparty, dem ersten Schultag oder Tage vor einer geplanten Urlaubsreise befinden. Das homöopathische Mittel Coffea wird ihre überreizten Nerven besänftigen und den nötigen Schlaf schnell und sicher herbeiführen.

Die Individualisation
Im Gegensatz zur Schulmedizin kennt die Homöopathie keine Medikamente «gegen Mittelohrentzündung, gegen Schlaflosigkeit, gegen Verhaltensstörungen, gegen Allergien» etc. Es ist durchaus möglich, dass ein Kind mit einer «Milchallergie» ein völlig anderes Mittel erhält als das Kind Ihrer Bekannten, welches unter derselben Diagnose leidet. Nur durch ein genaues Studium der einzelnen Krankheitszeichen, der Geistes- und Gemütssymptome, der Modalitäten, Auslöser und der familiären Belastungen ist es möglich, das richtige Arzneimittel zu finden.  

Quelle/Text: Susanne Jahn von Arx


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