Die Babymassage

Jeder Mensch braucht liebevolle Berührungen, besonders aber unsere Kleinsten. Berührungen sind lebenswichtig für Babys. Über das körperliche Empfinden hinaus spüren sie seelische Wärme, Zärtlichkeit, Nähe und Geborgenheit. Eine gezielte Massage kann bereits in den ersten Lebenswochen entwicklungsfördernd sein.
Berührung, Wärme und Zärtlickeit
Babys und Kinder, die massiert werden, sind entspannter, weinen seltener und schlafen besser. Koliken und Bauchschmerzen treten weniger häufig auf oder werden gelindert. Massagen verhelfen allgemein zu mehr Beweglichkeit und Ausgeglichenheit. Diese Tatsachen sind auch wissenschaftlich belegt: Untersuchungen haben gezeigt, dass Frühgeborene durch tägliche Massagen bis zu 47 Prozent mehr an Gewicht zunehmen als Kinder, die nicht massiert werden und zudem erheblich aktiver und ausgeglichener sind.

Babymassage: Wissen aus Tradition
Verschiedene Techniken der Babymassage haben lange Traditionen, die heute wieder entdeckt werden. So zum Beispiel bei den Newar, einem Volksstamm in Nepal, wo Massage seit Jahrtausenden fester Bestandteil der täglichen Babypflege ist - ab dem ersten Tag nach der Geburt. Die Newar haben dafür eine einleuchtende Erklärung: Während der Schwangerschaft ist das Ungeborene behaglich warm umhüllt, wird durch die alltäglichen Bewegungen mitbewegt. Ausserhalb des Mutterleibs ist es kühler, regelmässige Bewegung und Berührung bleiben aus. Bereits im Wöchnerinnenbett wird dieser Mangel bei den Newar deshalb kompensiert - das Baby soll einen möglichst sanften Übergang ins Leben haben. Durch viel Körperkontakt mit der Mutter und Massage während der ersten sechs Lebensmonate wird der Hunger des Neugeborenen nach Berührung täglich gestillt.

Babymassage ganz praktisch
Bereits in den ersten vier Wochen nach der Geburt kann mit sanften Fuss- oder Handmassagen begonnen werden. Danach wird die Vorderseite des Körpers von den Schultern zu den Armen hinab gleitend zart massiert; bis hin zu Brust, Bauch, Beinen und erneut den Füssen. Das tägliche Ritual gibt der jungen Mutter Selbstvertrauen im Umgang  mit dem Baby geben. Sie fühlt sich dem Kind nahe und gibt ihr das Gefühl, damit einen wichtigen Grundstein für eine enge und liebevolle Bindung geschaffen zu haben.
  • Wichtigste Voraussetzung für die Babymassage zuhause sind ruhige und entspannte Bezugspersonen, am besten die Eltern. Unruhe und innere Anspannungen übertragen sich nämlich sofort auf das Kind. Die Hände sollten warm und geschmeidig sein.
  • Der richtige Zeitpunkt muss sorgfältig gewählt sein - das Baby sollte ausgeschlafen, ruhig und nicht hungrig sein. Wird täglich massiert, so empfiehlt sich eine feste Uhrzeit, damit die Massage im Tagesrhythmus verankert sein kann. 
  • Die Massage sollte in einem warmen Zimmer stattfinden. Das Baby sollte auf einer sanften Unterlage liegen, es eignen sich verschiedene Orte - ob Wickelauflage, Bett oder auch direkt auf den eigenen Beinen.
  • Die Massage sollte in langsamen, fliessenden Bewegungen stattfinden. Während der ganzen Massage sollte immer mit einer Hand Kontakt mit dem Baby gehalten werden.
  • Bei Fieber oder Krankheiten sollte auf keinen Fall massiert werden.


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