Alles für unser Baby

Was braucht ein Baby, wenn es zum ersten Mal nach Hause kommt? Hier einige Tipps.
Sie werden es bestimmt geniessen, die Erstausstattung für Ihr Baby zusammenzustellen. Vielleicht sind Sie aber manchmal auch gestresst, dann nämlich, wenn Sie das Gefühl haben, den Überblick zu ver-lieren in dem riesigen Angebot der Baby-Produkte.
 
Anziehen
Die minimale Grundausstattung umfasst sechs Unterhemden oder Bodys in den kleinsten Grössen (56 und 62) und jeweils sechs in den nächsten Grössen. Dazu kommen ebensoviele Strampelhosen, Jäcken und eine komplette Ausgehgarnitur (Jacke, Mütze, warme Finkli, Handschuhe). Besonders praktisch sind Strampelhosen, bei denen sich die Beine aufknöpfen lassen - so kann man das Kind sehr schnell wickeln. Praktisch ist auch eine kuschelige Wolldecke in die Ihr Kleines gewickelt werden kann. Im Winter empfiehlt sich ein dicker Winteranzug (gibt es auch als Daunen-Strampelsack).

In den ersten sechs Monaten ist es empfehlenswert, das Baby Naturmaterialien tragen zu lassen. Warme Sachen für draussen sind relativ teuer. Kaufen Sie diese Stücke deshalb immer zwei Nummern grösser. Das Baby kann so hineinwachsen und darunter noch einen zweiten Anzug tragen, wenn es sehr kalt ist.
 
Spazieren
Ob Sie ein Tragetuch oder einen Tragebeutel bevorzugen, hängt ganz von Ihrem Geschmack ab - die Anschaffung eines der beiden Tragsysteme ist allerdings sehr empfehlenswert. Die Kleinen geniessen den engen Kontakt zu Mutter oder Vater, und die Eltern können beide Arme frei bewegen und mal auf den Kinderwagen verzichten. Auch ein Kinderwagen gehört zur Grundausstattung (praktisch mit abnehmbarer Tragtasche) samt Bezügen und Wolldecke. Warm empfohlen wird von Fachleuten ein Lammfell. Es ist vielseitig verwendbar, drinnen am Boden zum spielen, wenn es kühler wird als Unterlage im Kinderwagen, ev. sogar als Schlafunterlage im Bett. Lammfelle sind mit einem Spezialwaschmittel waschbar. Für Autofahrten: ein passender Autositz (der TCS veröffentlicht immer wieder aktuelle Prüfungsergebnisse von Sicherheitstests mit Kinder-Autositzen).
 
Wickeln
Sehr angenehm ist das Wickeln am Wickeltisch. Es genügt aber auch eine transportable Wickelauflage, zum Beispiel fürs Bad. Auf den Wickeltisch kommt eine Wickelmatte, darauf legt man ein Badetuch oder einen speziellen Bezug. Ein gut abschliessender Windeleimer, zwei Badetücher für die Wickelauflage, Wegwerfwindeln oder mindestens 24 Stoffwindeln und 12 Frottehöschen gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Ideal ist ein Regal über dem Wickeltisch, auf dem man Wäsche und Pflegeartikel bereitlegen kann.
Die Kleinen geniessen es, nackt zu strampeln. Eine Wärmelampe wärmt dabei die Babys angenehm. Viele kleine Kümmernisse der ersten Babyzeit (Bauchweh, Unruhe, Nervosität) kommen ganz einfach daher, dass dem Baby zu kalt wird. Allein beim Öffnen des Windelpakets beträgt der Temperatursturz nämlich fast 20 Grad!
 
Pflegen
Gewaschen wird das Kleine in der Baby-Badewanne oder im Baby-Eimer. Für die Anfänge empfiehlt sich ein Wasser-Thermometer, damit kontrolliert werden kann, ob das Wasser auch sicher weder zu heiss noch zu kalt ist. Anfangs genügt zum Waschen des Kleinen reines Wasser, vielleicht mit ein paar Tropfen Mandelöl. Später benötigen Sie dann eine milde Babyseife und ein Babyshampoo.

Zum Waschen schaffen Sie am besten mind. 4 Waschlappen und 2 Badetücher (am besten mit Kapuze) an. Ins Pflegeset gehört eine Creme gegen Hautrötungen (z.B. Mandelölcreme), Öl, Wundsalbe, eine Baby-Nagelschere mit abgerundeten Spitzen und Wattestäbchen zur Reinigung des Nabels mit medizinischem Alkohol.
 
Schlafen
Ob Sie Stubenwagen, Wiege oder von Anfang an ein Kinderbettchen wählen, hängt ganz von Ihren individuellen Platz- und finanziellen Verhältnissen ab. Der Stubenwagen hat den Vorteil, dass man ihn überallhin rollen kann, die Wiege kann man dafür mit einem leichten Schubs zum Schaukeln bringen, so dass das Baby manchmal nach kurzem Aufwachen wieder in den Schlaf findet. Vielleicht möchten Sie das Baby auch von Anfang an im Säuglingsbett schlafen lassen, mit einem in der Höhe verstellbaren Matratzenrost. Für Neugeborene wird er auf der höchsten Position fixiert, später muss er sukzessive tiefergestellt werden, damit das Kind, sobald es sich aufzurichten beginnt, nicht über das Gitter fallen kann. Häufig schläft das Kleine aber auch im elterlichen Bett - dort fühlt es sich geborgen und kann bequem gestillt werden.

Wichtig ist auf jeden Fall eine, eher harte Matratze. Auf die Bettunterlage gehört ein gummierter Molton, darauf ein Fixleintuch. Ein Kopfkissen braucht das Neugeborene nicht.
 
Spielen
Viel braucht Ihr Kleines jetzt noch nicht. Aber auch das kleinste Baby nimmt gerne am Familienleben teil. Lassen Sie das Baby deshalb tagsüber in Ihrer Nähe. Verschiedene Mobiles, Rasseln und Greifringe regen es an. Alles, was das Baby in den Mund stecken kann, muss aus giftfrei lackiertem Holz oder Plastik hergestellt sein. Achten Sie darauf, dass sich keine kleinen Teile ablösen können, die das Baby aus Versehen verschlucken könnte.
 
Sonstiges
Einige Mullwindeln (als Spucktücher) und einige Moltonwindeln gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Die Moltonwindeln können gut gerollt werden und ergeben so feste Rückenstützen fürs Bettchen. Äusserst praktisch ist auch eine Babywippe. Ihr Kleines kann darin bequem sitzen und Ihnen bei der Arbeit zuschauen.

Fragen?
Sicher stellen Sie sich zu Hause viele Fragen zur Babypflege und -entwicklung. Die Mütterberaterin in Ihrer Region wird Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auskünfte über die Beraterin in Ihrer Region erhalten Sie durch die Gemeindeverwaltung Ihres Wohnortes oder durch den Schweiz. Verband der Mütterberaterinnen SVM

Quelle/Text: Esther Mogicato


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