Geburtsvorbereitung

Schwangerschaftsgymnastik, Yoga, Wassergymnastik - kaum eine Frau, die sich nicht mittels Kurs auf die Geburt vorbereitet. Es gibt unzählige Angebote, und alle haben eines zum Ziel: den Körper der werdenden Mutter auf die Geburt vorzubereiten und Ängste vor der Geburt abzubauen.
Was Ihnen bevorsteht, ist eine grosse körperliche und psychische Leistung. Diese werden Sie zweifelsohne besser bewältigen, wenn Sie vorbereitet sind. Wie beim Sport gibt es auch für die Geburt verschiedene Möglichkeiten der Vorbereitung. Einerseits rein körperliche Gymnastikübungen speziell für schwangere Frauen, andererseits Training, dass auch den Geist miteinbezieht, wie zum Beispiel autogenes Training oder Yoga.

Wofür immer Sie sich entscheiden, ist es wichtig, dass Ihnen die Atmosphäre des betreffenden Kurses zusagt. Denn in diesen Kursen geschieht mehr als das blosse Vermitteln von bestimmten Techniken. Sie haben auch einen grossen sozialen Wert - hier lernen Sie andere Frauen kennen, die in derselben Situation sind und dieselben Ängste und Freuden teilen wie Sie.

Die meisten Geburtsvorbereitungskurse bieten Informationen rund um die Geburt (Ablauf, Positionen, Gebärhilfen, Komplikationen). Dazu werden auch Entspannungs- und Atemtechniken vermittelt sowie Informationen zum bevorstehenden Wochenbett. Zum Programm gehören meist auch Massagen, mit denen der Partner die Schmerzen der Geburt erträglicher machen kann.

Solche Kurse werden häufig von freischaffenden Hebammen geleitet oder von Hebammen, die fest in Spitälern arbeiten. Auch speziell ausgebildete Gymnastiklehrerinnen und Physiotherapeutinnen bieten Geburtsvorbereitungskurse an. Zum Teil richten sich diese Kurse an Paare, zum Teil sind sie schwangeren Frauen vorbehalten, schliessen aber manchmal ein oder zwei Partnerabende ein. Bei aller Vorbereitung und aller Theorie dürfen Sie nicht vergessen, dass man eine Geburt nicht genau planen kann (ausser bei einem Kaiserschnitt). Wenn es dann soweit ist, müssen und dürfen Sie sich vor allem auf Ihre Instinkte verlassen.
 
Gemeinsam Schwangerschaft und Geburt erleben
Immer öfter hat der Vater des Kindes den Wunsch, die Frau während der Schwangerschaft und bei der Geburt aktiv zu begleiten. Die Aussicht, bei der Geburt dabei zu sein, kann jedoch viele Ängste auslösen. Es ist daher wichtig, dass nicht nur die werdende Mutter, sondern auch ihr Geburtsbegleiter - in den meisten Fällen wohl der Vater, oft aber auch eine gute Freundin oder Verwandte - sich das nötige Wissen aneignet, um wirkungsvoll helfen zu können.

Quelle/Text: Iris Luna / Nadia Fernandez


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