Vorsorgeuntersuchungen

Eine Schwangerschaft ist etwas Natürliches und keine Krankheit. Trotzdem sind regelmässige ärztliche Kontrolluntersuchungen angezeigt, denn nur so lassen sich Gefahren für Mutter und Kind rechtzeitig erkennen und meist bannen.

Optimal ist es, wenn die erste gründliche Allgemeinuntersuchung bereits vor einer geplanten Schwangerschaft stattfindet. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob die betreffende Frau bereits an Röteln erkrankt war. Wenn dies nicht der Fall ist, kann jetzt noch geimpft werden. Auch andere Impfungen, die schon lange überfällig sind, sollten erneuert werden. Während der Schwangerschaft sind nämlich nicht alle Impfungen erlaubt!

Im zweiten Monat ist die erste Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchung fällig. Bei dieser meist recht ausführlichen Untersuchung wird der allgemeine Gesundheitszustand erhoben, ebenso wird die normale gynäkologische Routineuntersuchung durchgeführt. Dazu gehört auch die Krebsvorsorgeuntersuchung des Gebärmutterhalses und der Brust. Blutgruppe und Rhesusfaktor der Mutter werden bestimmt und je nach Ergebnis nach bereits vorhandenen Rhesusantikörpern gesucht. Der Bluttest gibt auch Auskunft über frühere oder noch bestehende Infektionskrankheiten. Auch ein Aids-Test wird Schwangeren empfohlen. Ohne konkreten Verdacht auf eine Erkrankung werden diese Untersuchungen während der Schwangerschaft nur einmal durchgeführt.

Ultraschalluntersuchungen zeigen, ob sich das Kind normal entwickelt und geben Auskunft über seine Lage im Mutterleib. Regelmässig wird der Mutter etwas Blut zur Bestimmung des Hämoglobins entnommen. Auch der Urin wird jedesmal auf Zucker und Eiweisswerte geprüft. Kontrolle von Gewicht und Blutdruck gehören ebenfalls zur Routine. Durch Abtasten erfahren Ärztin, Arzt oder Hebamme, wie das Becken der Frau gebaut ist. Auf eine regelmässige Untersuchung dürfen Sie sich besonders freuen: auf diejenige der kindlichen Herztöne. Etwa ab der 12. bis 14. Woche sind sie zu hören. Die Vorsorgeuntersuchungen sind ungefähr alle Monate fällig, gegen Ende der Schwangerschaft in engeren Abständen. 

Quelle/Text: Iris Luna


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