Wiegen der Gesundheit und Lebensfreude
Mit der Zunahme der Hektik im Alltag gewinnen Thermalbäder und Badekuren wieder an Bedeutung. Jedes Kurbad winkt mit einem reichhaltigen Angebot. Offen bleibt allerdings die Frage, welches Bad das Passende ist.
Aus dem Bademantel steigen, in die warmen Fluten eintauchen und den Schmutz, den Stress, die Sorgen und Gebrechen dem Wasser anvertrauen und die Seele baumeln lassen - wer möchte das nicht? Bereits die Griechen und Etrusker der Antike wussten von den erholsamen und heilenden Kräften des Thermalwassers. Ihre Quellen verwandelten sie in Stätten der Genesung und des geselligen Vergnügens.Während die Römer grosse luxuriöse Thermen schufen und die Kunst des Badens perfektionierten, kam es mit dem Zerfall des Römischen Reiches zum jähen Niedergang der Bäder im westlichen Europa. Nur im Byzantinischen Reich blieben sie erhalten. Erst mit den Kreuzzügen der christlichen Völker in den islamischen Ländern im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Kultur des Badens wieder entdeckt und in Europa erneut eingeführt. In der Schweiz gehört das Baden und Kuren in den Thermalquellen seit dem 15. Jahrhundert zum Freizeitrepertoire der bürgerlichen Gesellschaft. Das gemeinsame Baden war ein gesellschaftliches Ereignis, das längst nicht nur der Heilung von Gebrechen diente. Mütter hielten nach potenziellen Ehemännern für ihre Töchter Ausschau
und Junggesellen und liebeshungrige, verheiratete Männer nach amourösen Abenteuern. Über die Jahrhunderte hat die Zahl der Thermalbäder und das Angebot des gesundheitsfördernden Wassers verteilt über die ganze Schweiz stark zugenommen. So mancher Badegast bleibt allerdings mit der Frage zurück, welches Bad, vom einfachen Mineralbad, über das Schwefelbad und dem Solebad, bis hin zum Moorbad und dem Kohlensäurebad, denn nun seinen Bedürfnissen und Gebrechen am meisten entspricht. Die folgende Auflistung will diesbezüglich Klarheit schaffen und einen Einblick in die Vielfalt der Wirkungsweisen und Anwendungsmöglichkeiten der Schweizer Heilbäder geben.Bäder in der Schweiz
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Quelle/Text: Corinne Invernizzi
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