Stammzellen in der Muttermilch - Theorie wird zur Realität
Die erstmals 2007 von Wissenschaftlern der University of Western Australia (UWA) aufgestellte Theorie, dass Muttermilch Stammzellen enthält, hat mir der jüngsten Entdeckung einer Mitarbeiterin des UWA Forscherteams eine neue Ebene erreicht. Die Doktorandin Foteini Hassiotou konnte beweisen, dass Muttermilch-Stammzellen in andere körpereigene Zelltypen verwandelt werden können.
Es ist für Medela eine Ehre, die erste Präsentation von Dr. Hassiotous Forschungsergebnissen in Europa anzukündigen. Foteini Hassiotou, die bereits im Oktober 2011 mit dem AusBiotech GSK Studentenpreis ausgezeichnet wurde, wird ihre neuesten Erkenntnisse beim 7. Internationalen Still- und Laktationssymposium vom 20. bis 21. April in Wien präsentieren.
Die Entdeckung von Foteini Hassiotou, die ein Mitglied der Human Lactation Research Group unter der Leitung von Professor Peter Hartmann an der University of Western Australia ist, könnte die langersehnte Lösung für eine ethisch vertretbare und einfache nichtinvasive Gewinnung von Stammzellen darstellen. Der enorme Nutzen der Stammzellgewinnung aus der Muttermilch liegt im unglaublichen Potential sich in eine Vielzahl von verschiedenen Zelltypen im Körper entwickeln zu können - sowohl während der ersten Monate, als auch in der weiteren Wachstumsphase. Sie besitzen die Eigenschaften eines "internen Reparatursystems". Bei beiden Stammzellarten (embryonischen und erwachsenen) gilt es jedoch sowohl aus ethischer, als auch aus praktischer Sicht noch einige Hürden zu meistern.
Die enge Zusammenarbeit von Medela mit der Hartmann Human Lactation Research Group seit Mitte der 90er Jahre, wurde bereits durch zahlreiche wissenschaftliche Errungenschaften gekrönt - dazu zählt das komplette Umdenken bezüglich des seit 160 Jahren bestehenden anatomischen Modells einer laktierenden menschlichen Brust oder der einzigartige Einblick in den Saug-, Schluck- und Atemtechnik, der von Säuglingen beherrscht werden muss, um sich zu ernähren. Die Forschergruppe arbeitet bereits seit über fünf Jahren an der Stammzellenforschung.Nach Erhalt der Auszeichnung sagte Dr. Hassiotou: "Es ist wunderbar zu beobachten, wie sich die Biologie der Stammzellen offenbart und wir dadurch neue Erkenntnisse gewinnen können, die uns einen wesentlichen Schritt weiterbringen. Die finanzielle Unterstützung von Medela ermöglichte es mir, diese Forschungen durchzuführen und einen weiteren Beweis dafür zu liefern, warum Muttermilch so viel mehr als nur Babynahrung ist. Darüber hinaus wird auch deutlich, dass Muttermilch eine ethisch vertretbare und nichtinvasive und noch dazu im Überfluss vorhandene Quelle für menschliche Stammzellen ist. Aber noch sind viele Fragen unbeantwortet - vor allem die Funktion der Zellen für ein Baby, das gestillt wird. Ich bin stolz, Teil dieser aufregenden Entdeckungsreise zu sein und möchte die Forschung an der UWA fortsetzen."
Medela engagiert sich in der Erforschung der einzigartigen Zusammensetzung und dem Nutzen von Muttermilch. "Wir sind stolz darauf, dass Medela Wissenschaftler dabei unterstützt den Nutzen und das Potential Muttermilch zu erforschen", sagt Renate Schreiber, CEO von Medela. "Die Existenz von Stammzellen in der Muttermilch ist ein sehr spannendes Thema und wir haben großes Interesse daran, mehr darüber zu erfahren, welchen Beitrag diese Zellen für die Gesundheit von Babys leisten."
Beim 7. Internationalem Still- und Laktationssymposium das heuer vom 20. bis 21. April in Wien stattfindet, stehen die einzigartigen Bestandteile der Muttermilch, der Nutzen dieser Milch im Bereich der Neonatologie sowie neueste Empfehlungen für die forschungsbasierte Praxis, im Mittelpunkt. Hassiotou sowie zahlreiche andere internationale Experten werden ihre jüngsten Erkenntnisse präsentieren. Themen sind unter anderem die Existenz von Oligosacchariden in der Muttermilch, der Nutzen von Spender-Milch in der Neonatologie, Medikamente und Muttermilch, usw. An diesem jährlich stattfindenden Symposium nehmen Kinderärzte, Neonatologen, Hebammen und Laktationsberater teil, die alle ein besonderes Interesse daran haben mehr über die einzigartige Zusammensetzung von Muttermilch zu erfahren.
Quelle/Text: Medela
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