Pro Juventute fordert Unterstützung für alle Eltern
Eine aktuelle in Bern durchgeführte Studie zeigt auf, dass Eltern mit Migrationshintergrund ihre Kinder bis zu zehnmal mehr massiv schlagen als Schweizer Eltern. Pro Juventute warnt davor, dass nur Hinweise an die Eltern oder mehr Hinschauen nicht ausreicht, um Kinder richtig zu schützen.
Vielmehr brauchen Eltern Unterstützung und Begleitung im Zusammenleben mit ihren Kindern. Eine erfolgreiche Integration von Eltern und Kindern beginnt schon mit der Geburt. Pro Juventute unterstützt Eltern mit Migrationshintergrund darin, indem sie auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingeht.Sie schlagen zu, weil sie es nicht besser wissen oder weil sie überfordert sind. Eine im Kanton Bern durchgeführte aktuelle Studie kommt zu Schluss, dass Eltern mit Migrationshintergrund ihre Kinder fast zehn Mal mehr verprügeln als Schweizer Eltern. «Diese Mütter und Väter brauchen Unterstützung», sagt Stéphanie Kebeiks, Leiterin der Pro Juventute Elternbriefe. Unterstützung, die Pro Juventute fremdsprachigen Eltern in Form des Elternratgebers «Unser Kind» bietet. Die Eltern nur «darauf hinzuweisen» oder «mehr hinschauen» alleine, wie derzeit gefordert wird, genügt für Pro Juventute nicht. Vielmehr müssten die Eltern aktiv bei der Erziehung und im Familienleben unterstützt werden, fordert die Kinder- und Jugendorganisation.
Integration durch Information
Jedes Jahr kommen in der Schweiz rund 20?000 Kinder ausländischer Eltern und viele Kinder von Eltern mit Migrationshintergrund auf die Welt. Oft verfügt ein Teil dieser Eltern über mangelnde Sprachkenntnisse, mit der Folge, dass sie ungenügend über Präventions- Beratungs- und Frühförderungsangebote für ihre Kinder informiert sind. Hier setzt der Elternratgeber «Unser Kind» für fremdsprachige Eltern an: «Eine erfolgreiche Integration von Eltern und Kind gelingt, wenn sie von Geburt an die gesamte Familie einbezieht», sagt Stéphanie Kebeiks. Der Ratgeber ist das Ergänzungsangebot zu den Pro Juventute Elternbriefen. Eltern mit Migrationshintergrund erhalten pro Lebensjahr (0 bis 6 Jahren) praxisorientierte Informationen zu Themen wie Ernährung, Gesundheit und Entwicklung und Tipps zu Bildung und Erziehung. «Das Angebot ?Unser Kind? erleichtert fremdsprachigen Eltern den Zugang zu verschiedenen Informationen rund um das Aufwachsen des Kindes und ist wohl der einzige Ratgeber seiner Art in der Schweiz», sagt Kebeiks.
Sprachbarrieren abbauen bei ausländischen Eltern
Pro Juventute Unser Kind erscheint in sieben Fremdsprachen: Albanisch, Türkisch, Tamilisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Portugiesisch, Spanisch und Englisch. Die Broschüren können auch in Beratungssituationen eingesetzt werden und Sprachbarrieren abbauen. Pro Juventute «Unser Kind» für fremdsprachige Eltern ist das Ergänzungsangebot zu den beliebten und bewährten Pro Juventute Elternbriefen. Diese bieten seit 40 Jahren jungen Eltern Unterstützung bei der Entwicklung, Erziehung und im Zusammenleben mit ihrem Kind. Mehr Informationen
Quelle/Text: Pro Juventute
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- Tierschutzverein Arolfingen (Aarau - Olten - Zofingen)4852 Rothrist
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