Mit Medienkompetenz ins Internet
Für die Jugendlichen ist heute eine Welt ohne Internet kaum noch denkbar. Wer dabei sein, dazugehören will, muss vernetzt sein. Doch hier lauern auch Gefahren. Der Verein "Zischtig" informiert an Elternabenden über Angebote und Gefahren im Internet.
Quelle Bild: Claudia Rieben und Daniel Bünter, Jugendarbeiter vom Verein "Zischtig", informieren über die Möglichkeiten und Gefahren im virtuellen Raum. (Bild: Thomas Geissler)
Facebook und Co
So beispielsweise in Chatforen oder sozialen Netzwerken. "Wichtig ist hier, wie gut die eigene Privatsphäre geschützt werden kann", erläuterte Bünter und regt an, dass Eltern die entsprechenden Einstellungen einmal gemeinsam mit ihren Kindern durchgehen sollten. Auch bei Chats müsse vermittelt werden, dass vor allem die Angebote genutzt werden sollten, in denen man nicht mit anonymen Personen, sondern nur mit solchen kommunizieren kann, die einem persönlich bekannt sind.
Ebenso im Bereich Spiele sei Vorsicht geboten. Hier seien es aber häufig die Eltern selbst, die unbedacht die Altersfreigaben ignorierten und die so genannten "Ego-Shooter" verschenkten. Pop-up-Werbung mit pornografischen Inhalten und die relativ unkomplizierte Zugänglichkeit entsprechender Bilder und Videos stellen eine weitere Gefahrenquelle im Cyberspace dar. "Oberstufenschüler besuchen heute bereits regelmässig Porno-Seiten im Internet", lässt Bünter wissen. "Umso wichtiger ist es, mit den Jugendlichen zu reden, sie aufzuklären und ihnen Hilfestellung im Umgang mit dem Internet zu geben", so Rieben.
Gemeinsam lernen
Praktisch bedeutet dies, dass sich Eltern zunächst selbst schlau machen und Erfahrungen im Cyberspace sammeln sollten. Gleichzeitig sollten sie im Gespräch mit den Kids bleiben und dieses frühzeitig aufnehmen, sie informieren, sich Wissen von den Jugendlichen selbst holen und vor allem auch Alternativen aufzeigen. Schritt für Schritt können Eltern und Kinder so gemeinsam einen kompetenten Umgang mit den neuen Medien erarbeiten. Medienerziehung könne dabei durchaus allen Spass machen und sei nicht zuletzt eine Notwendigkeit.
Weitere Informationen: www.zischtig.ch
Quelle/Text: Thomas Geissler
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