Kinder fordern: Sicherheit vom ersten Klick an!

Kinder aus der ganzen Schweiz trafen sich zur Nationalen Kinderkonferenz 2011 in Uster ZH zum Thema "Privatsache!". Während drei Tagen diskutierten die 8-15 Jährigen über ihr UN-Kinderrecht auf Schutz ihrer Privatsphäre. Dabei waren ihnen die neuen Medien und ihre Gefahren besonders wichtig.
Bilder und Einträge in Sozialen Netzwerken sollen vom Anfang an immer nur für den eigenen Freundeskreis zugänglich sein. Bisher ist es genau umgekehrt. Umwissende Kinder stellen somit Informationen im Internet zur Verfügung die für alle Welt online zugänglich sind. Kinder fordern: So nicht! Durch eine Umkehrung der aktuellen Praxis bliebe der Schutz der Privatsphäre gewahrt und das Internet wäre für Kinder sicherer. Versehentlich veröffentlichte Statusmeldungen oder Bilder die für jedermann einsehbar sind, gehören mit dieser einfachen wie genialen Forderung - welche die Kinder während der drei Tage erarbeitet haben - der Vergangenheit an.

Raum für Beziehungen

Beklagt wird auch die zunehmende Verdrängung aus dem öffentlichen Raum. "Das gehört verboten! Wir sind auch Bürger dieser Stadt", fordern die Teens. Piepser im Hochfrequenzbereich, welche Kinder von Orten vertreiben sollen, empfinden die Teilnehmenden schlichtweg als Körperverletzung. Daher fordern sie für jede Stadt öffentliche Aufenthaltsorte, die nur für Kinder oder Jugendliche zugänglich sind und zu denen Erwachsene folglich keinen Zugang haben. Denn besonders schlimm empfinden sie auch jegliche Einmischung in Ihre Freundschaften und Beziehungen. "Das geht niemanden etwas an, auch nicht unsere Eltern!", so ihr Wunsch.  Die Kinderkonferenz ? ein Engagement für Kinder in der Schweiz.

Seit 14 Jahren treffen sich jedes Jahr 50-60 engagierte Kinder und Jugendliche aus  der ganzen Schweiz zur nationalen Kinderkonferenz und berichten über ErfaHrungen aus ihren Kantonen. Anlässlich des mehrtägigen Treffens wird diskutiert, lamentiert kommentiert, überprüft, ausgewertet und gefordert. Engagierte Kinder sowie Delegierteaus Schul-, Stadt-, Kantons- und anderen Parlamenten, tauschen ihr Wissen und Erfahrungen aus und äussern sich mit viel Engagement zu ihrer Lebenswelt. Die Ergebnisse der Kinderkonferenz werden Politikern und Medien präsentiert und sind als Schlussbericht bei der Kinderlobby Schweiz zu bestellen.

Quelle/Text: Kinderlobby Schweiz