Die neue Gemütlichkeit

Der Rückzug nach Hause ist angesagt. Die kalten Monate sind da und in der schnelllebigen, sich ständig ändernden Welt suchen wir nach Privatsphäre, Wurzeln und sehnen uns nach Beständigkeit.
Grosse Sofas und Regalwände ziehen ins Wohnzimmer (Bild: Fly)
Kein Wunder kommt im Wohnbereich die Gemütlichkeit zurück. Wir haben keine Lust mehr unser Heim in einen Showroom zu verwandeln. Echtheit ist uns wichtiger als Status. So sind denn auch Merkmale wie Nachhaltigkeit, Handarbeit und Einzigartigkeit der neue Luxus. Wohnen ist persönlich und privat geworden. Es wird gemischt, Stile entstehen patchworkartig. Die Einrichtung lebt mit und passt sich wandelnden Bedürfnissen an. Ein neues Regal, ein einzelner Lesesessel, neue Stühle um den alten Tisch oder eine interessante Kommode im Schlafzimmer können das Wohngefühl verändern und für mehr Komfort sorgen.

In den neuen Wohnkatalogen finden wir meist mehr als nur Möbel. Wir bekommen Ideen, Einrichtungstipps, Inspirationen. Wohnen ist kein Diktat, so lassen die Wohnideen Platz für eigene Interpretationen und Umsetzungen.

Stricken ist wieder im Trend
Die neue Gemütlichkeit zeigt sich unkompliziert, kuschlig und ursprünglich. Da sind zum Beispiel bunte Häkeldecken, karierte Stoffe und Körbe und sogar das Stricken ist wieder in. Nicht nur «Urban Knitting», sondern auch gemütliche Stunden mit dem Strickzeug oder ganz einfach Strickkissen, -decken oder gar gestrickte Stoffe als Polster. Der Blick zurück ist aber eher ein Augenzwinkern, denn die neue Wohnlichkeit hat keinerlei Grossmutterromantik, sondern kommt frisch und charmant daher. Verspieltes mischt sich mit Modernem, Ursprüngliches mit Klassischem.

Platz für Grosses
Komfort hat auch viel mit Platz zu tun. Grosse, weiche Sofas und Sitzgruppen machen sich in unseren Wohnzimmern breit, auch in kleinen Räumen. Esstische sind ebenfalls gross oder lassen sich zumindest ausziehen. Neben herkömmlichen Stühlen nehmen immer öfter Bänke an den Tischen Platz. Anrichten und Vitrinen stehen in Esszimmern und bieten Stauraum und Ausstellungsfläche für edles Geschirr und hübsche Gläser. Sogar die Küche wird wieder gemütlich. Hier entsinnt man sich der Landhausromantik oder kombiniert kühles Design mit rustikalen Elementen.

Schlafen im rustikalen Landhaus
Im Schlafzimmer, dem privatesten Raum, schläft man wieder höher. Grosse, hohe Betten, wie sie im anglosächsischen und nordischen Raum zu finden sind, erobern nun auch die Schweizer Schlafzimmer. Auch Landhausromantik oder rustikale Einrichtungen sind angesagt. Die Schlafzimmer werden aber auch wohnlicher, bekommen ein Sofa, einen Sessel, Frühstückstischchen und Schminktische. Die Bettwäsche ist edel, aus Baumwolle oder Leinen, meist in hellen, neutralen Tönen und in Kombination mit kuschligen Decken und Kissen.

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Quelle/Text: Marianne Kohler/ homegate.ch


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