Von Mutter zu Mutter - Alles dreht sich ums Geld

Mama ist die perfekte "working poor"
Eigentlich ist man als Mutter die perfekte Ausgabe einer "working poor".
Denn mit grossem Haushalt und 4 Kindern kann es ganz schnell passieren, dass kein Geld mehr da ist, aber noch jede Menge Monat übrig bleibt.
Ich frage mich immer wieder, wohin geht unser Geld jeden Monat? Denn, weder fahren wir einen teuren Luxusschlitten, noch tragen wir Markenklamotten oder essen Kaviar. Es sind schlichtweg die täglichen Dinge des ganz normalen Lebens mit Kindern, die ausreichen, um sich über den Verbleib eines, gar nicht mal so geringen, Einkommens  zu wundern.

In meinem nächsten Leben werde ich Schuhfabrikantin!
Mit zwei Kindern, die bald das Teenageralter erreichen, sind die Lebensmittelkosten nicht zu unterschätzen. Denn, man isst jetzt nicht mehr bloss. Nein, man foodet nun ziemlich krass. Dass so die Kleider von Saison zu Saison nicht mehr passen ist klar. Nicht zu vergessen die Schuhe. In meinem nächsten Leben werde ich Schuhfabrikantin!

Die zwei Kleinen brauchen ebenfalls mal was zum anziehen, essen auch nicht mehr wie Spatzen, bekommen gerne Besuch vom Samichlaus oder wünschen sich ein Barbieschloss zu Weihnachten. Und irgendwann kommen die teuren Ausbildungskosten, für die man eigentlich schon heute was zur Seite legen sollte. Denn diese Kosten werden so sein, dass man sich gerne an den Wunsch nach einem Barbieschloss zurücksehnt. Kann man sich Kinder überhaupt noch leisten?

Wie auch immer die Antwort ausfällt, bei uns spielt das Ergebnis definitiv keine Rolle mehr. Vier sind da, das Fünfte kommt. Mein Gefühl sagt mir, leisten nach Zahlen kann man sich Kinder sowieso nicht. Das braucht man erst gar nicht lange nachzurechnen. So bald man Kinder zur Welt bringt, sind gewisse Einschränkungen vorprogrammiert. Seien die nun finanzieller Natur oder Einschränkungen des Schlafes und des Platzes im eigenen Bett. Nur ein Beispiel: Ich hatte mal mein 1.40 Meter Bett für mich ganz allein - herrlich und noch nicht mal Luxus! Heute teile ich mein Bett, wie so vieles andere auch.
 
Yuppie müsste man sein
Da träume ich schon mal - eingezwängt auf 30 cm hochkant -  vom Leben eines reichen, kinderlosen Yuppie-Pärchens, das hoch oben im Penthouse wohnt und sich jeden Sonntagmorgen im King-Size-Bett räkelt. Denke, wie ich dann jeden Sonntag in Ruhe die Zeitung lesen könnte, mit frisch manikürten Fingernägeln, um den Verlauf meiner Aktien zu verfolgen. Abends würden wir uns mit Freunden im schicken Lokal treffen um zu dinieren - oder vielleicht würden wir uns auch was bringen lassen, vom Italiener. Ab Montag ginge es wieder mit super hippen Schlitten, total chic ins ebenso chice Büro, ohne Kindersitze mit abgewetzten Bezügen und Brotkrümeln vom letzten Ausflug. Mittags gäbe es ein kleines Salätchen von nebenan, abends dann ein Essen mit Geschäftspartnern, inkl. Champagner zum Wohlfühlen. Ab Mittwoch würde man sich auf das kommende Wellness-Weekend freuen können, das Überraschungsgeschenk vom Schatzi, damit wir im ganzen Yuppie-Stress, auch mal unsere Ruhe hätten. Ach jaaaa?
 
Gut zu wissen, dass diese Leute ihrerseits sich oft ausmalen, Eltern einer bunten Schar lustiger und fröhlicher Kinder zu sein, um endlich mal zu wissen, wie sie ihr Geld sinnvoll "anlegen" könnten. Nun denn, nur zu!

Quelle/Text: Stella van Bergen


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